Lüchow-Dannenberg. Zu den aktuellen Entwicklungen rund um dieEntscheidungen der Generalversammlung der VR PLUS AltmarkWendland eG nehmen wir wie folgt Stellung:
- Grundsätzliches
Das landwirtschaftliche Warengeschäft innerhalb einer Bankbilanz zuführen, macht die Einhaltung bankaufsichtsrechtlicher Regelungenauch im landwirtschaftlichen Geschäft erforderlich und bringt daher einen bedeutenden Wettbewerbsnachteil mit sich. Besonders dieser Aspekt führt dazu, dass ein rentables Betreiben dieses Geschäftsbereiches für die VR PLUS nicht möglich ist. Dies haben wir auf der Generalversammlung am 11. Mai den Mitgliedern vermittelt und die erforderliche Unterstützung für die Aufgabe des Geschäftsfeldes TEAM (Technik, Energie, Agrar und Märkte) erhalten. Die von uns vorgeschlagene Lösung hat die Mehrheit unsere Mitglieder überzeugt,weil …- … die landwirtschaftliche Branche weiterhin verlässlich mitden erforderlichen Leistungen und Waren versorgt wird,
- … die Arbeitsplätze bestmöglich erhalten bleiben,
- … die Steuerzahlung in der Region bleibt,
- … die VR Plus als Bank modern und leistungsfähig aufgestellt wird.
- Folgen der Aktivitäten, die Umsetzung der Beschlüsse der Generalversammlung zu verhindern
Durch die Versuche, diese Mehrheitsentscheidung nun durch juristische Maßnahmen, die von einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden, zu verhindern, sind viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zutiefst verunsichert. Viele hatten gehofft, dass mit den Beschlüssen der Generalversammlung Ruhe einkehrt, die Veräußerungen beginnen und damit ihre Arbeitsplätze sicher sind. Nun beschäftigt sich die VR PLUS erneut mit sich selbst, anstatt ein zukunftsfähiges Konzept umzusetzen. - Antrag auf einstweilige Verfügung
Vorläufiger Höhepunkt hierbei ist der Antrag auf eine einstweilige Verfügung, mit der die Umsetzung der Beschlüsse zur Aufgabe des Geschäftsfeldes TEAM verhindert werden soll. Unseres Erachtens ist dieser Antrag gegen die Interessen der Genossenschaft, ihrer Mitglieder, ihrer Mitarbeitenden und der Region gerichtet. Selbstverständlichbemühen wir uns daher, den Erlass der einstweiligen Verfügung zuverhindern. - Initiative für eine weitere außerordentliche Generalversammlung
Im Kern wollen die Initiatoren die gleichen Abstimmungsinhalte aufdie Tagesordnung setzen, wie die in der jüngsten außerordentlichenGeneralversammlung behandelten: Beschluss über die Abspaltung der Ware und Abwahl von Aufsichtsratsmitgliedern. Wir prüfen, ob es sich hier um eine missbräuchliche Nutzung der satzungsmäßigen Mitgliederrechte handelt. Denn zu Ende gedacht, bedeutet dies, dass so lange außerordentliche Generalversammlungenerwirkt werden könnten, bis das Ergebnis passt. Auch hiergegen werden wir uns im Interesse der Genossenschaft und ihrer Mitarbeitenden wehren.